Hausaufgaben sollten abgeschafft werden
Tägliche Hausaufgaben sind fester Bestandteil der Schule, den viele nun hinterfragen. Fördern sie das Lernen oder erzeugen sie nur Stress? Hier ist das Für und Wider einer Abschaffung.
Argumente dafür
- Belege, dass Hausaufgaben die Ergebnisse verbessern, sind schwach, besonders bei jüngeren Kindern, wo die Korrelation nahe null liegt.
- Sie zehren an Schlaf, Spiel, Familienzeit und Bewegung, die für die Entwicklung ebenso wichtig sind wie das Fachliche.
- Hausaufgaben vergrößern Ungleichheit: Kinder mit ruhigem Raum, Ressourcen und gebildeten Eltern haben einen großen Vorteil.
- Lernen könnte im Unterricht unter Anleitung der Lehrkraft stattfinden statt unbeaufsichtigt zu Hause, wo Fehler unkorrigiert bleiben.
Argumente dagegen
- Gut gestaltete Hausaufgaben bilden Gewohnheiten selbstständigen Lernens, Zeitmanagement und Selbstdisziplin, die die Schule allein nicht lehren kann.
- Verteiltes Üben und Wiederholen außerhalb des Unterrichts stärken Gedächtnis und Beherrschung wirklich, gerade bei älteren Schülern.
- Sie geben Eltern einen Einblick, was ihre Kinder lernen, und lassen sie beteiligt bleiben.
- Das Problem sind vielleicht Menge und Qualität der Hausaufgaben, nicht ihre Existenz — Reform schlägt Abschaffung.
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